Fledermäuse - sind in Gefahr

Alfred Gloor • 19. Juli 2024

Windpark Lindenberg Fledermäuse RADAR

Windräder als Todesfallen

Für die Energiewende wird immer mehr Wald zum Aufstellen von Windrädern genutzt. Doch das gefährdet die Fledermäuse, so eine Studie. Vor allem der Große Abendsegler ist betroffen. Nun gibt es Empfehlungen für fledermausfreundlichere Vorhaben.

Fledermäuse leben je nach Art durchaus unterschiedlich. Doch für alle ist der Wald ein wichtiger Lebensraum, in dem sie ihre Wochenstube, ihr Jagdgebiet oder ihr Winterquartier haben. Seitdem aber immer häufiger auch im Wald Windenergieanlagen gebaut werden, wird das Leben der Fledermäuse in und zwischen den Wipfeln gefährlicher.

250.000 Fledermäuse sterben in Deutschland jährlich durch Windkraftanlagen, schätzt das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin in seiner Studie von 2016. Gemeinsam mit Kollegen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg hat das IZW die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Fledermäuse untersucht. Ende 2015 gab es in Deutschland nach Angaben des WindEnergie e.V. insgesamt knapp 26.000 solcher Anlagen. Die Experten rechnen damit, dass die Zahl der Todesopfer durch den Ausbau von Windkraft im Wald noch weiter steigen wird​.

Flughöhe der Fledermäuse auf Rotorhöhe

Die Forscher fanden heraus, dass die hohen Windräder vor allem für den Großen Abendsegler eine tödliche Gefahr darstellen. Der Abendsegler ist bei der Jagd über den Baumwipfeln unterwegs und konzentriert seine Echoortung komplett auf die Insektenjagd. "Die Tiere nehmen die Gefahr nicht wahr", so Sandra Balzer, Artenschutzexpertin beim BfN. Die Fledermausart aus der Familie der Glattnasen absolviert ihre Flüge in einer Höhe von 145 Metern über dem Boden – und bis in ähnliche Höhen reichen auch die Rotorblätter vieler Windkraftanlagen, wie der NABU-Fledermausexperte Sebastian Kolberg erklärt.

Kolberg forderte, dass vor dem Bau einer Windkraftanlage sichergestellt wird, dass es in der entsprechenden Umgebung keine Wohnstuben der Flattertiere gibt.

von Alfred Gloor 19. Juli 2024
Während dem Vogelzug im Mai und August "kann" man die Windkraftanlagen ja abstellen. Aber dass während den Monaten Mai bis August immer zwischen 4 bis 50 Störche aus dem Reuss- und Seetal auf dem Lindeberg sind interessiert die Investoren nicht. Ebenso unsere Rotmilanpopulation die im gesamten Windparkperimeter aus mindestens 25 Brutpaaren besteht. Es ist keine Seltenheit, wenn diese in Gruppen bis zu 50 Greifvögeln ihre majestätischen Flugkünste vollführen.
von Alfred Gloor 18. Juli 2024
Windkraftanlagen auf dem Lindenberg sind der Beginn einer Zerstörung unseres Naherholungsgebiets Reusstahl - Seetal. Heute noch ein Naturparadies zwischen Zürich - Zug - Luzern - Aarau.
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